28. Oktober 2020

Serie Arbeitspsychologie kurz erklärt: Arbeitsbedingung vs. Arbeitsumgebung

Wie ist der Zusammenhang zwischen Stressoren und Stress? Ist Burnout eine Krankheit? Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung? Und bedeuten Arbeitsbedingung und Arbeitsumgebung nicht dasselbe? Wenn man schon einige Zeit in einem bestimmten Bereich gearbeitet hat, vergisst man schnell, dass für Außenstehende bestimmte Wörter eher zur Verwirrung als zur Aufklärung beitragen. Aus diesem Grund geben wir in Zukunft in unserer neuen Serie „Arbeitspsychologie kurz erklärt“  schnell und einfach Einblicke in verschiedene Themenfelder der Arbeits- und Organisationspsychologie.

 

Arbeitsbedingung ist gleich Arbeitsumgebung?

Arbeitsumgebung und Arbeitsbedingungen sind zwei Wörter, die oft äquivalent genutzt werden. Auch wenn diese rein sprachlich sehr ähnlich sind, beschreiben sie doch nicht dasselbe. Die Arbeitsumgebung ist vielmehr eine von vielen Arbeitsbedingungen, die Einfluss auf die Leistung, Motivation und die Mitarbeiterzufriedenheit haben kann.

 

Arbeitsbedingung

Ein großer Teil des Untersuchungsgegenstands der Arbeitspsychologie ist das arbeitsbezogene Erleben und Verhalten  in Abhängigkeit von Arbeitsbedingungen. Die Arbeitsbedingungen gestalten hierbei den Rahmen, in welchem Personen ihrer Arbeit nachgehen. Einige Arbeitsbedingungen sind rechtlich durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelt und werden schriftlich in Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen festgehalten. Neben diesen organisatorischen Bedingungen (z.B. Arbeitszeiten) gehören auch noch psychische Arbeitsbedingungen (z. B. Zeitdruck), physische Arbeitsbedingungen (z.B. körperliche Anstrengungen) und die Umgebungsbedingungen (z.B. räumliche Bedingungen) zu den wichtigen Faktoren am Arbeitsplatz. Es wird deutlich: So vielfältig wie die Tätigkeiten sind, so vielfältig sind auch die Arbeitsbedingungen.

 

Arbeitsumgebung

Die Arbeitsumgebung wird durch physikalische, chemische, biologische Umgebungseinflüsse, sowie hygienische und soziale Einrichtungen beeinflusst und ist eine von vielen Arbeitsbedingungen . Sie sollte so gestaltet sein, dass es zu keinen Gesundheitsbeeinträchtigungen, Unfällen, Belästigungen und Störungen kommt. Die genauen Anforderungen regelt die Norm DIN EN ISO 9241 Ergonomie der Mensch-System-Interaktion. Beispiele für Umgebungseinflüsse, die die Arbeitsumgebung gestalten, sind physikalische Einflüsse wie Klima und Lüftung, chemische Umgebungseinflüsse wie Gase und Dämpfe und biologische Umgebungseinflüsse wie Pilze oder Viren. Auch hygienische und soziale Einrichtungen wie z.B.ein Pausenraum oder Toiletten sind Teil der Arbeitsumgebung. Inwiefern die Arbeitsumgebung Einfluss auf das Wohlbefinden und die Arbeit von Beschäftigten hat, wird in der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (PGB) abgefragt. Zum einen um Unfälle zu verhindern, zum anderen um optimale Rahmenbedingungen für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter*innen zu schaffen.

Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Personen aufgrund Corona im Homeoffice sitzen und ihre Arbeitsumgebung somit (unfreiwillig) selber gestalten, müssen Arbeitgeber darauf achten, dass trotz dieser neuen Flexibilisierung die Ansprüche an eine gesunde Arbeitsumgebung erfüllt sind.

Autorin: Charlott Hoebel

 

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