30. Juni 2021

Psychische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und dann?

In den letzten Artikeln haben wir bereits beschrieben, warum eine psychische Gefährdungsbeurteilung sinnvoll ist, wer sie durchführen muss und welche Methoden es für die Umsetzung gibt. Ist dies erst beantwortet, stellt sich nun die Frage, welche Schlüsse aus den Daten gezogen werden. Hier beginnt die eigentliche Arbeit.

Denn mit Maßnahmen wie Obstkörbe, Mitgliedschaften in einem Fitnessclub und höhenverstellbare Tische ist es meistens nicht getan. Die aktuelle DAK-Krankenstands-Analyse gibt Hinweise darauf, dass Obstkörbe zwar nice to have sind, aber als wirkliche Maßnahme nicht sinnvoll. Psychische Erkrankungen erreichten im Jahr 2020 wieder einen neuen Höchststand und sind mit Problemen im Muskel-Skelett-System der häufigste Fehlgrund bei der Arbeit. Doch nicht nur die Senkung von Fehlzeiten und Lohnfortzahlungskosten sollten ein Motivator für eine psychische Gefährdungsbeurteilung sein und die Implementierung effektiver Maßnahmen sein, um das Wohlbefinden der Beschäftigten zu verbessern. Steigerung der Produktivität und Arbeitgeber-Attraktivität (Employer Branding), sowie eine bessere Mitarbeiterbindung und -gewinnung sind ebenfalls Nebeneffekte von Investitionen in Gesundheits- und Personalmaßnahmen.

Nicht nur die psychische Gefährdungsbeurteilung ist Pflicht, sondern auch die Maßnahmen

Nach welchen Grundsätzen die verlangten Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen durchzuführen sind, ist in §4 ArbSchG geregelt. Das Ziel: Das Übel soll an der Wurzel gepackt werden. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden von DearEmployee Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip vorgeschlagen:

  • Technische Lösungen
  • Organisatorische Lösungen
  • Persönliche Lösungen

Dieses Prinzip basiert zwar auf dem klassischen Arbeitsschutz zu körperlicher Gesundheit, lässt sich aber genauso gut auf die psychische Gesundheit anwenden. Als erstes werden technischen Lösungen gesucht (ArbSchGesetz § 4 Abs. 3). Das können in Bezug auf die psychische Belastung Lärm, Licht oder Einstellungen des Arbeitsplatzes sein. Als nächster Schritt kommt die Arbeitsorganisation (ArbSchGesetz § 4 Abs. 4). Gibt es belastende Regelungen zur Arbeitszeit (Schichtarbeit, Arbeitsspitzen), Schwierigkeiten in Arbeitsabläufen oder im Informationsfluss, die sich beheben lassen? Und, last but not least, können personenbezogene Maßnahmen ergriffen werden, die beim Verhalten einzelner Beschäftigter ansetzen und zur direkten Förderung der Gesundheit dienen (ArbSchG § 4 Abs. 5). Es handelt sich also um einen im Arbeitsschutzgesetz fest verankerten Schritt der psychischen Gefährdungsbeurteilung.

Was sind die richtigen gesundheitsfördernden Maßnahmen?

Fehlt eine datenbasierte Fundierung für die Auswahl der Maßnahmen und ein allgemeingültiges Qualitätssiegels, ähnelt dieser Prozess jedoch einem Ratespiel. Auch wenn die Ursache bekannt ist, folgt oft jedoch ein Assessment-Action-Gap. Warum? Im Maßnahmendschungel ist es schwer den Durchblick zu bewahren. Der Markt für Gesundheits- und Personalmaßnahmen ist für Personaler:innen und BGM Expert:innen komplett intransparent. Außerdem fehlt oft eine Plattform auf der die Maßnahmen evaluiert werden. Welche Ausbildung hat der Coach und wer nutzt eigentlich die Meditationssitzungen? Gesundheitsmaßnahmen sind mehr als betriebliche Gesundheitsförderung: Es benötigt Maßnahmen, die direkt die Ursachen verbessern, statt nur die Symptome bekämpfen. Gesundheitspräventionsprogramme müssen für jede Tätigkeit spezifisch sein, ob Kundendienst, Lehrer:innen oder Pflegekraft. Dafür benötigt es Fragen: Für wen sind die Maßnahmen? Welches Ziel verfolgen sie? Welche Maßnahmen sind wofür geeignet? Wie kann man zwischen verschiedenen Maßnahmen die passendste für die Beschäftigten wählen?

Die Lösung: Ein Marktplatz für Gesundheitsmaßnahmen

Dieses Problem löst ein wissenschaftlich fundierter Gesundheitsmarktplatz mit einem optimalen Maßnahmenangebot für die Mitarbeitergesundheit. Der DearEmployee Marktplatz erhöht die Effizienz der betrieblichen Gesundheitsförderung auf dreifache Art und Weise. Erstens werden Geschäftsführer:innen, Führunskräfte und Personaler:innen von zahlreichen zeitraubenden und ineffizienten Verwaltungs- und Organisationsprozessen entlastet. Der Marktplatz bündelt nämlich diesbezüglich alle Kernfunktionen an einem Ort. Zweitens profitieren DearEmployee-Kund:innen von passgenauen Maßnahmenvorschlägen für individuelle Teams, die auf valide Befragungsergebnisse der psychischen Gefährdungsbeurteilung und weiterer Unternehmensmerkmalen basieren. Sie sparen dadurch Zeit, die mit der langwierigen Suche nach Lösungen verloren geht. Zuletzt bietet die Plattform einen fundierten Einblick in die Wirksamkeit der gebuchten Gesundheitsmaßnahmen. Somit schafft sie die Möglichkeit, unwirksame Lösungen frühzeitig durch alternative Gesundheitsangebote zu ersetzen. Dadurch wird sowohl mit finanziellen als auch mit zeitlichen Ressourcen des Unternehmens ökonomisch gehandhabt und somit die Gesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten zielorientiert gestärkt.

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