12. August 2019

Risiko Wirbelsäule - Wieso Ergonomie am Arbeitsplatz so wichtig ist

Durchschnittlich 40 Stunden, also fast ¼ der gesamten Woche verbringen Personen bei der Arbeit. Genug Zeit, damit schlechte Arbeitsbedingungen einen nachhaltigen negativen Einfluss haben können. Gerade in Berufen mit viel Bildschirmarbeit sind Beschwerden wie Kopfschmerzen, trockene Augen sowie Rücken- und Nackenschmerzen keine Seltenheit. Entsprechend wichtig ist eine zufriedenstellende Ergonomie des Arbeitsplatzes. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff Ergonomie? Fangen wir bei den alten Griechen an – das Wort Ergonomie setzt sich aus den griechischen Wörtern „ergon“ für Arbeit/Werk und „nomos“ für Gesetz/Regel zusammen. Bei der Ergonomie geht es also um die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Arbeit, die eine optimale Anpassung der Arbeitsbedingungen an die menschlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten gewährleisten. Dies kann sämtliche gesundheitsfördernden Maßnahmen in Bezug auf die Verbesserung oder Veränderung der Arbeitsmittel, Arbeitsplatzgestaltung sowie die Arbeitsorganisation in Form von Prozessen und Strukturen beinhalten.

Den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten

Die gesunde Arbeitsgestaltung wird in Ergonomie-Richtlinien geregelt, zu deren Einhaltung Arbeitgeber teilweise per Gesetz (z.B. im Arbeitsschutzgesetz) verpflichtet sind. Die ersten Ansatzpunkte, die Ihnen wahrscheinlich bei einem ergonomischen Arbeitsplatz in den Sinn kommen, sind der Bürostuhl, Schreibtisch und Monitor. Um körperliche Beschwerden vorzubeugen, sollte der Bürostuhl individuell auf die jeweiligen Körpermaße einstellbar sein und ein dynamisches Sitzen für wechselnde Arbeitshaltungen erlauben. Am verstellbaren Schreibtisch sollten die Arme der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters bei einer normalen Sitzposition gerade auf dem Schreibtisch liegen. Der Monitor muss so auf den Schreibtisch und Bürostuhl abgestimmt sein, dass der oder die Arbeitende aufrecht sitzend gerade auf den Bildschirm blicken kann. Diese ergonomischen Bedingungen unterstützen die Person dabei eine natürliche und angenehme Körperhaltung einzunehmen, um ihren Rücken zu schonen. Um die Augen zusätzlich zu entlasten, benötigt der Arbeitsplatz eine ergonomische Beleuchtung, die blendfrei und mit ausreichender Leuchtstärke ausgestattet ist.

Holen Sie sich Hilfe – Ergonomieberatung und andere innovative Maßnahmen

Die zuvor beschriebenen Punkte machen nur einen Bruchteil der Dinge aus, die sie bei der Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes beachten müssen. Außerdem reicht es nicht aus den Beschäftigten die Dinge zur Verfügung zu stellen, wenn sie nicht wissen, wie sie diese benutzen können. Für einen Überblick über die zahlreichen Richtlinien und um ihr Personal im Umgang mit den ergonomischen Hilfsmitteln zu schulen, steht Ihnen eine Ergonomieberatung helfend zur Seite. Neben einer individuellen gesundheitsfördernden Einstellung des Arbeitsplatzes, wird ein korrektes Sitz- und Bewegungsverhalten an die Beschäftigten vermittelt. Eine Ergänzung zur professionellen Ergonomieberatung ist die Ausbildung eines betrieblichen Ergonomieberaters, der für die Kollegen als Ansprechpartner rund um das Thema Ergonomie zur Verfügung steht.

Auch im Ergonomiebereich kommen immer mehr innovative digitale Anwendungen auf den Markt. Ein Beispiel dafür ist der virtuelle Bewegungscoach von dem E-Health Start-up 8sense. Mit Hilfe von moderner Sensortechnologie und einer mobilen App wird die nutzende Person auf ihre gesundheitsschädliche Haltung zum Beispiel am Arbeitsplatz hingewiesen. Diese digitale Anwendung ist besonders für Beschäftigte im Home-Office interessant. Ein Gegenargument gegen die Arbeit Zuhause ist nämlich der mangelnde ergonomische Arbeitsplatz. Mobile Angebote wie 8sense können diesem Nachteil entgegenwirken, indem sie die Arbeitsbedingungen auch im Homeoffice positiv beeinflussen.

Ergonomie, ein wichtiges Thema auch für Ihr Unternehmen

Dieser Text hat gezeigt, dass Ergonomie ein wichtiger Teil des Arbeitsschutzes ist, da sie fast alle Berufsfelder– vom Beschäftigten im Büro über Fachkräfte im Lager bis hin zu Angestellten im Einzelhandel betrifft. Wenn Sie als Arbeitgeber die Arbeit in Ihrem Unternehmen nicht ausreichend nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalten, müssen sie mit langfrisitigen negativen Folgen rechnen. Die Leistungskurve von betroffenen Beschäftigten wird immer weiter sinken, was schlimmstenfalls den Ausfall der Arbeitskraft zur Folge hat. Die psychische Gefährdungsbeurteilung mit DearEmployee hilft Ihnen Schwachstellen in Ihrer ergonomischen Aufstellung aufzudecken und gibt Ihnen direkt die nötigen Maßnahmen mit an die Hand. So werden Krankschreibungen vermieden und die Motivation und Bindung des Personals gesteigert.

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der DEKRA.

Autorin: Charlott Hoebel, mit Henning Jakob

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