13. September 2021

Better together: Versicherung als Gesundheitspartner?

Zahlreiche Unternehmen stehen vor den gleichen Herausforderungen: Die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, Mitarbeiterbindung zu erhöhen sowie Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Insbesondere durch die Corona-Pandemie sind Employee Benefits, welche auf diese Herausforderungen einzahlen, in den Fokus gerückt. Auch die Nachfrage nach Lösungen zur Stärkung der mentalen Mitarbeitergesundheit und Gestaltung von zukunftsfähigen Arbeitsbedingungen wird immer größer. Welche Position nehmen Versicherungen in Zukunft für ihre Firmenkunden ein? Welche Versicherungsprodukte sind besonders attraktiv und stärken die Kundenbeziehung?

Die betriebliche Krankenversicherung nimmt eine wachsende Rolle für Unternehmen ein. 

Hohe Gesundheitskosten, wachsender Fachkräftemangel und sich stetig wandelnde Bedarfe der Mitarbeitenden, unter anderem aufgrund des Generationswechsels, führen Unternehmen dazu ihre Employee Benefits anzupassen. Gesundheitsleistungen im Rahmen einer betrieblichen Krankenversicherungen stehen bei zahlreichen Unternehmen im Mittelpunkt. Besonders beliebt sind hierbei Modelle, bei denen Beschäftigte frei ihre Zusatzleistungen aus einem Portfolio wählen können. Der erweiterte Versicherungsschutz, wird hier als klarer Win-Win für Unternehmen und Beschäftigte  wahrgenommen: Beschäftigte profitieren von den Gesundheitsleistungen, Unternehmen von einer verstärkten Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung.

„Um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein, rückt die betriebliche Gesundheitsförderung angesichts eines zunehmenden Fachkräftemangels verstärkt in den Fokus der Unternehmen. Denn sie wissen, dass Bewerber bzw. Mitarbeiter Zusatzleistungen für die eigene Gesundheit sehr schätzen. Mit der Betrieblichen Krankenversicherung steht den Arbeitgeber hierfür eine einfach zu verwaltende und kostengünstige Lösung zur Verfügung.“ – Milena Ebersohl (Innovationsmanagerin, Hallesche)

Nur wer die psychische Gesundheit mitdenkt, denkt Gesundheit ganzheitlich!  

Betriebliche Gesundheitsleistungen können jedoch noch sehr viel mehr sein als reines Instrument zum Employer Branding. Wer die Gesundheit der Beschäftigten verbessern will, sollte die bKV nicht nur als Pflaster für Gesundheitsprobleme oder Employer Branding sehen, sondern als Ergänzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Denn Versicherungen und Unternehmen verfolgen das gleiche Ziel: Gesundheit der Beschäftigten stärken und Ausfallkosten reduzieren. Doch zu oft wird ausschließlich die physische Gesundheit betrachtet. Angebote zur Stärkung der mentalen Gesundheit, insbesondere im präventiven Rahmen, erhalten nur peu-à-peu Einzug in die Unternehmen und in das Versicherungsportfolio. Dabei zeigt sich seit Jahren ein stetiges Wachstum der Anteile psychischer Erkrankungen an Ausfalltagen und -kosten.
Die mentale Gesundheit von Beschäftigten zu schützen, wirkt für viele Unternehmen oft wie eine Mammut-Aufgabe. Dabei sind die Stressquellen von Beschäftigten oft in dem konkreten Arbeitsalltag und in spezifischen Arbeitsbedingungen verankert. Was es zunächst braucht ist eine Gesundheitsplattform mit einer validen Datenbasis, welches die Stressquellen sichtbar und quantifizierbar macht und entsprechende Maßnahmen vorschlägt. Fragen, auf die Unternehmen antworten benötigen, sind:

  • Welche Arbeitsbedingungen wirken sich positiv/negativ auf die mentale Gesundheit von Beschäftigten aus?
  • Welche Teams brauchen welche Unterstützung? ​
  • Wie können wir die Arbeit nachhaltig gesünder gestalten?   

Die Innovationskraft von Versicherungen stärkt den Gesundheitsmarkt 

Welche Rolle nimmt in Zukunft die Versicherung bei Firmenkunden ein? Geht es insbesondere um Kostendeckung bei Krankheits- und Schadenfällen und medizinischen Zusatzleistungen oder stärken Versicherungen ihre Rolle als proaktiver Gesundheitspartner inkl. Unterstützungsmanagement für Unternehmen? Eins ist klar: Um die Rolle als Gesundheitspartner zu stärken bedarf es mehr als Angebote für Zahn, Auge und Ohr. Insbesondere in der Zeit nach der Pandemie, in der Unternehmen und ihre Beschäftigte sich neuorientieren und Bedarfe klären, haben Versicherungen die Chance, Firmenkunden auf den Weg in eine neue und gesunde Arbeitswelt zu begleiten. Im Accelerator Programm „InsurLab Germany e.V.“, eine gemeinsame Initiative aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen werden Start-Ups und Hochschulen mit etablierten Versicherungen vernetzt, um Innovation zu stärken. Hier zeigt sich ein klarer Innovationsdrang im Gesundheitsbereich, um eine attraktive Positionierung gegenüber Kunden einzunehmen und sich zukunftsfähig aufzustellen.

„In der Versicherungsbranche gewinnt das Thema „Innovation“ stark an Bedeutung. Das liegt auch daran, dass die Kunden verstärkt digitale und nutzerzentrierte Lösungen erwarten, die sie aus anderen Branchen gewohnt sind. Hierbei wird auch die Vernetzung von Partnern und ihren Lösungen immer wichtiger.“  – Milena Ebersohl (Innovationsmanagerin, Hallesche)   

Mit dem Wandel in der Arbeitswelt braucht es einen Wandel in der Versorgung. Nicht zuletzt durch die wachsende Kostenübernahme der Krankenkassen von digitalen Gesundheitsleistungen (DiGA) zeigt sich eine erste Adaption von Krankenkassen an sich verändernde Bedarfe. Neben verhaltensorientierten Maßnahmen sollten nun auch verhältnisorientierte Maßnahmen in Unternehmen unterstützt werden, um Beschäftigte in ihrer Gesundheit am Arbeitsplatz zu schützen. Mit Hilfe passendender Gesundheitsplattformen können Versicherungen das betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen optimal unterstützen und sich somit als starken Gesundheitspartner positionieren.

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