29. Juli 2020

Das "New Normal" – diese 6 Veränderungen werden Corona überdauern

Die Corona-Pandemie hat unsere tägliche Arbeit verändert und uns ganz neue Facetten an Arbeitsbedingungen aufgezeigt. Die Frage ist jedoch: Was davon wird das „New Normal“? Wird es einen echten Paradigmenwechsel in der Gestaltung von Arbeit und Kooperationsbeziehungen geben oder werden die Veränderungen im Laufe der Zeit verpuffen? In der Studie „Arbeiten in der Corona-Pandemie – Auf dem Weg zum New Normal“ blicken das Frauenhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) in die Zukunft und versuchen auf diese Frage eine Antwort zu geben. Im Zeitraum vom 5. bis zum 22. Mai 2020 haben sie die Einflüsse virtueller Arbeit, insbesondere dem Homeoffice, auf die Unternehmenspraxis untersucht. Dafür wurden in 500 deutschen Unternehmen Entscheider*innen aus Bereichen wie Personal, Organisationsentwicklung und Strategie befragt. Also die Menschen, die nah an der Belegschaft dran sind und zukünftig die Arbeitswelt mit Blick auf das „New Normal“ mit gestalten werden.

Im Folgenden stellen wir 6 Veränderungen vor, die auch nachdem die Corona-Pandemie überwunden ist unseren Arbeitsalltag bestimmen werden.

 

  1. Homeoffice ist keine Ausnahme mehr

Während vor der Pandemie in nur 17% der befragten Unternehmen Homeoffice für die meisten Beschäftigten möglich war, arbeiteten im o.g. Befragungszeitraums ca. 70% der Beschäftigten komplett oder größtenteils von Zuhause aus. Natürlich werden diese pandemiebedingten Zahlen keinesfalls so hoch bleiben. Doch 42% der Befragten sind mit ihren Homeoffice Erfahrungen so zufrieden, dass sie ihr diesbezügliches Angebot im Unternehmen ausbauen wollen. Der gleiche Anteil denkt noch darüber nach, sodass am Ende wohl mehr als die Hälfte der Unternehmen in Zukunft mobiles Arbeiten in unterschiedlichen Umfang anbieten werden. Denn Corona hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit auf Distanz in Zeiten von fortgeschrittener Digitalisierung gut und leistungsfähig funktioniert.

 

  1. Häufigere Forderungen nach flexiblen Arbeitsorten

Vier von fünf der Befragten glauben auch, dass ihre Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice aktiver einfordern werden und es für Unternehmen schwerer wird, diesen Wunsch abzulehnen. Auch im War for Talents wird sich diese Entwicklung zeigen. Die Arbeitgeber werden entsprechen auf diesen Trend reagieren. Viele Unternehmen möchten in Zukunft mit kleineren Büroflächen planen, um die Kosten zu senken. Über 60% der Teilnehmenden gaben außerdem an, die „Einsparpotenziale durch flexible Arbeit“ kennen- und schätzen gelernt zu haben.

 

  1. Virtuelle Meetings ersetzen Dienstreisen

Von diesem „New Normal“ in der Arbeitswelt wird auf Dauer nicht nur der/die Einzelne profitieren, sondern auch das Klima. Denn viele Unternehmen in Deutschland wollen auch nach der Corona-Pandemie die Zahl ihrer Dienstreisen reduzieren. 89% der befragten Unternehmen tendieren dazu, Dienstreisen zukünftig zumindest kritischer zu hinterfragen. Hier zeigt sich die Distanzierung  von der in Deutschland bis vor kurzem vorherrschenden Präsenzkultur.

 

  1. Führungskräfte sind offener bzgl. flexibler Arbeitsformen

In der Studie bemerken die Autor*innen, dass das Arbeiten während der Corona-Pandemie  den Effekt eines „Bootcamp der Führungskräfteentwicklung“ hatte. Denn fast die Hälfte der Führungskräfte hat aufgrund der Erfahrungen in den letzten Wochen ihre Vorbehalte gegen Arbeit auf Distanz abgebaut. Dies ist ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Homeoffice. Doch dass Führungskräfte offener in Bezug auf das Thema mobile Arbeiten sind, heißt nicht automatisch, dass sie das nötige Know-How dafür mitbringen. Ein großer Anteil der Befragten sahen beim Führungspersonal ein erhebliches Schulungsdefizit in Bezug auf Führung auf Distanz. Gerade Fähigkeiten wie Aufgaben delegieren, Teams organisieren und Fürsorgepflichten nachkommen, sind beim Arbeiten auf Distanz besonders wichtig. Hier sollten Arbeitgeber mit passenden Angeboten unterstützen.

 

  1. Spezifische Themen-Workshops sind gefragt

Mit neuen Arbeitsformen kommen auch neue Herausforderungen für den Einzelnen oder die Einzelne. Hier können sich manche schneller anpassen als andere. Aus diesem Grund wird der Fokus in zukünftigen Workshops vermehrt auf Themen wie die medienkompetente Zusammenarbeit untereinander oder virtuelle Kundenarbeit liegen. Gezielte Schulungs- und Trainingsangebote bieten den Beschäftigten Hilfestellung und eine kontinuierliche Professionalisierung. Bei welchem Team hier besonderer Bedarf besteht, können Arbeitgeber z.B. durch ein psychische Gefährdungsbeurteilung (PGB) mit der DearEmployee Plattform ermitteln. Über den DearEmployee Marktplatz können außerdem direkt die passenden Workshops zu digitalen Themen gebucht werden und fortlaufend evaluiert werden.

 

  1. Digitalisierte Arbeitsprozesse werden gestärkt

Von Einstellungsgesprächen über Auftragsklärungsgespräche mit Kunden bis zu virtuellen Beratungs- und Dienstleistungkonzepten: Corona hat dazu geführt, dass Produkte, Services sowie HR-Prozesse digitaler geworden sind. Es ist bemerkenswert, wie schnell und agil viele Unternehmen natürlich auch aus der Not heraus vorgegangen sind. Gerade der Anstieg von virtuellen Personalprozessen, die bisher fast ausschließlich in Präsenzterminen abgewickelt wurden, zeigt den gewaltigen Schub, den die digitale Transformation in Arbeitsprozessen bekommen hat. Arbeits- und Kooperationsprozesse sind insgesamt deutlich stärker „virtualisierbar“ als bisher angenommen und werden auch nach der Corona-Pandemie bestehen bleiben.

 

Corona als Katalysator der digitalen Transformation von Unternehmen

Die Alternativlosigkeit hat viele Unternehmen zu einem agileren Vorgehen und den Einsatz neuer Methoden gezwungen. Die Ergebnisse der o.g. Studie zeigen, dass Arbeitgeber auf diese Kreativität und Offenheit unbedingt aufbauen sollten. Denn die Mehrheit der Befragten sind der Meinung, dass Situationen wie die Corona-Krise einen starken Impuls für gemeinsam entwickelte innovative Lösungen sind. Es wäre eine Schande, wenn bei all den negativen Folgen von Corona, diese entstandene  kreative Kraft nicht dafür genutzt wird die Arbeitswelt zu einem digitaleren und innovativeren Ort zu machen.

Autorin: Charlott Hoebel

 

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