26. August 2020

Gefährliches Duo: Wenn sich Unzufriedenheit im Job und körperliche Schmerzen paaren

Eine Tätigkeit, bei der jeder Arbeitstag gut gelaunt und hochmotiviert begonnen wird – das ist die Wunschvorstellung, welche jedoch nicht immer der Realität entspricht. Eine neue Führungskraft, anstrengende Kund*innen oder die Baustelle vor dem Büro können dazu führen, dass die Motivation für eine gewisse Zeit leidet. Obwohl schlechte Phasen auch im Beruf dazugehören, sollte die Freude an der Arbeit überwiegen. Meist können kurzweilige ungünstige Arbeitsbedingungen durch andere Faktoren wie gute Teamzusammenarbeit, spannende Projekte oder eine überdurchschnittliche Entlohnung ausgeglichen werden.

Wer jedoch dauerhaft unglücklich mit seiner/ihrer Arbeit ist, verpasst nicht nur alternative Jobchancen, sondern gefährdet auch die eigene Gesundheit. Irgendwann häufen sich die körperlichen Beschwerden, sogar ein Burnout kann die Folge sein. Auch wenn der perfekte Job wahrscheinlich nicht existiert, sollten Sie sich trotzdem bei der Arbeit wohlfühlen und eine gewisse Leidenschaft für Ihre täglichen Aufgaben verspüren.

Diese 5 Warnzeichen zeigen Ihnen, ob Sie eine Veränderung in Ihrem Arbeitsleben benötigen:

 

  1. Das Aufstehen fällt immer schwerer

Natürlich ist es nicht ungewöhnlich, dass man, wenn der Wecker um 6 Uhr klingelt, doch noch länger im warmen Bett bleiben möchte, um noch einmal kurz die Augen zu schließen. Gerade für Personen, die eher zu den Morgenmuffeln gehören, ist das frühe Aufstehen nicht einfach. Fällt es Ihnen jedoch jeden Morgen schwerer und schwerer sich aufzuraffen, selbst wenn Sie gerade aus einem erholsamen Urlaub zurückkommen, sollten sie die Gründe für diese Trägheit hinterfragen. Ist es ein Zeichen von mangelnder Motivation? Ist der Grund für die Müdigkeit die schlechte Schlafqualität in der Nacht? Haben Sie diese Probleme auch am Wochenende? Kommen zusätzliche Beschwerden hinzu wie Schlafprobleme, kann dies ein Hinweis dafür sein, dass die Unlust morgens aufzustehen mit der Unzufriedenheit im Job zusammenhängt.

 

  1. Der Gedanke an die Arbeit bereitet körperliche Schmerzen

Ob Bauschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Rückenschmerzen oder sonstige physische Beschwerden – treten diese in Verbindung mit den Gedanken an Ihren Arbeitsplatz auf, könnte dies ebenfalls ein Alarmzeichen sein. Hier ist jedoch auch wieder Selbstbeobachtung gefragt. Treten die körperlichen Beschwerden regelmäßig auf? Haben Sie zum Beispiel vor jeder beginnenden Arbeitswoche Bauchschmerzen? Oder treten die Kopfschmerzen nur kurz nach Feierabend auf? Wenn Sie ein Muster in den Symptomen erkennen, könnte eventuell eine psychische Belastung der Grund sein. Der Körper sendet Warnsignale. Dies kann, muss aber nicht, in Ihrem Job begründet liegen. Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (PGB) geht genau diesem Phänomen auf den Grund und untersucht, ob der Arbeitsplatz die Beschäftigten krank macht.

 

  1. Sie zweifeln an dem Sinn Ihrer Arbeit

Nicht jede Person muss einen tieferen Sinn in der eigenen Arbeit sehen. Gehören Sie jedoch zu der Gruppe an Menschen, denen eine sinnstiftende Tätigkeit wichtig ist, könnten aufkommende Zweifel ein Warnzeichen sein. Wenn Sie sich täglich die Frage stellen „Was mache ich hier eigentlich?“ und diese nicht eindeutig beantworten können, scheint Ihre aktuelle Arbeit Sie nicht zu erfüllen. Sinnstiftend meint hier nicht zwangsläufig, dass Sie mit Ihrer Arbeit die Welt retten müssen, sondern, dass Sie indem was Sie tun einen persönlichen Sinn für sich sehen.

 

  1. Sie sind überfordert

Stress kann richtig dosiert, Beschäftigte konzentrierter und leistungsfähiger machen. Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Verhältnis aus Stress und Regeneration. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre To-Do-Liste einfach nicht kürzer wird und Sie, um Deadlines einzuhalten, Überstunden ansammeln müssen, besteht hier eine Dysbalance. Eine ständige Erreichbarkeit auch außerhalb der Arbeit trägt zusätzlich dazu bei, dass es auch nach Feierabend schwer fällt abzuschalten. Hier besteht die Gefahr, dass der Stress chronisch wird, was wiederum zu einem Burnout führen kann.

 

  1. Oder unterfordert

Aber auch das Gegenteil, nämlich Unterforderung, kann psychisch belastend sein. Zu viele leichte oder eintönige Aufgaben erzeugen Langeweile und Unzufriedenheit. Der Blick geht alle paar Minuten zur Uhr und man hat das Gefühl die Stunden lediglich abzusitzen. Wenn im Berufsalltag kein Projekt mehr Interesse weckt, macht die Arbeit auch keinen Spaß mehr. Gerade wenn das Unternehmen keine Möglichkeiten bietet sich weiterzuentwickeln und so mehr Verantwortung zu übernehmen, wächst die Frustration und die Arbeitsmoral sinkt.

 

Die Kündigung als einzige Konsequenz?

Eine Gallup-Untersuchung von 2019 zeigt, dass fast sechs Millionen Arbeitnehmer*innen in Deutschland (16%) innerlich gekündigt haben und 650.000 davon bereits aktiv auf der Suche nach einem anderen Job sind. Doch bevor es soweit kommen muss, können Arbeitgeber*innen aktiv gegensteuern. Mit einer Befragung über die DearEmployee Plattform können einzelne Stressoren identifiziert werden, die sowohl die Bindung als auch die Motivation und psychische Gesundheit der Beschäftigten beeinflusst. Zielgerechte Maßnahmen zur Bindung der Beschäftigten werden auf dem eigenen Marktplatz ebenfalls vorgestellt.

Falls Sie sich in den obigen Punkten wiedergefunden haben, heißt dies nicht, dass Sie morgen direkt die Kündigung einreichen sollten. Sprechen Sie Ihre Führungskraft auf mögliche Weiterbildungen an. Auch eine interne Versetzung oder eine Auszeit, beispielsweise in Form eines Sabbaticals, können dazu führen, dass Sie sich wieder motiviert und zufrieden auf den Weg zur Arbeit zu machen.

Autorin: Charlott Hoebel

 

Sind Ihre Beschäftigten unzufrieden und kurz davor zu kündigen? Finden Sie es heraus! Wir stellen Ihnen DearEmployee gerne in einer Online-Demo vor.

 

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